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Wildes Alpenveilchen

(Cyclamen purpurascens ssp. purpurascens)

VII — X Home Edellaubwälder
5 — 15 cm indigen LC
Cyclamen purpurascens
Synonyme: Cyclamen aestivum, Cyclamen europaeum, Europäisches Alpenveilchen, Alpen-Zyklame. Geophyt, (sm)mont(sa). Die purpurnen Kronzipfel sind zurückgeschlagen. Das Rhizom bildet eine fast kugelige Knolle aus. Die fast ganzrandigen, immergrünen Laubblätter sind oberseits weißlich gezeichnet und unterseits dunkelpurpurn. Die geschützte Pflanze ist stark giftig (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor, ist aber in der Böhmischen Masse und im nördlichen Alpenvorland gefährdet und im pannonischen Raum beinahe gefährdet (Lit). In Istrien ist sie in montanen Lagen häufig, sonst zerstreut bis selten (Lit). Aufnahme: 11.08.2014 Vižinada
 
Cyclamen purpurascens
26.03.2011 Puckinger Leiten 
 
Cyclamen purpurascens
 
 
Cyclamen purpurascens
Aufnahmen: 25.07.2011 Puckinger Leiten
 
Blätter
Aufnahme: 18.04.2022 Puckinger Leiten
 
Cyclamen purpurascens
Aufnahme: 23.07.2012 Grafenau
 
Habitus
Aufnahme: 31.07.2009 Učka

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"936. C. europaeum L. (Europäische E. — Saubrod. Waldrübe. — Dürrrüberl.)
Wurzelstock bald walzlich, knotig, schief oder wagrecht, bald zu einem scheibenartigen, einem Miniatur - Brodlaib ähnlichen oder unförmlich plattkugeligen Knollen verdickt, schwarzbraun. Blätter grundständig, langgestielt, herzförmig - rundlich, welliggezähnt, oberseits glänzend dunkelgrün und zierlich weisslich geflammt, fingernervig, unterseits leberbraun. Blüthenstiele grundständig, so wie die Blattstiele röthlich, 2—5" lang, aufrecht, zur Fruchtreifezeit liegend, schraubenförmig gewunden, einblüthig. Blüthe überhängend. Krone ansehnlich, 10" lang, rosenroth, am Schlunde purpurroth, anfangs sanft nach Veilchen, zuletzt betäubend-riechend. Die zurückgeschlagenen Kronlappen verdecken den Kelch. Kapsel lederig, kugelig. Die Knollen enthalten viel Stärkmehl und können nach Verflüchtigung des ihnen innewohnenden scharfen, drastisch-purgirenden Stoffes durch Rösten genossen werden, die Schweine fressen aber auch die frischen Knollen unbeschadet, daher der Name Saubrod.
Aug. — Sept.


Liebt sandigen, mit Laub- oder Nadelerde gemengten Waldboden, buschige, steinige Abhänge. In der Hafnerzeller und Jochensteiner Gegend auf Gneiss. In Buchenwäldern am Pfennigberge zwischen Plesching und Bankelmayr, an Granitsteinbrüchen bei Mauthausen unter Gebüsch, am Calvarienberge bei Schwertberg, um Baumgartenberg, Grein, Waldhausen über Granit. Vorzüglich aber auf Traunalluvium der Haide und längs des tertiären Hügelzuges längs der Traun, in Auen beim Hanselbäck, bei Pucking, massenhaft an der Traunleithen und am Steinberg bei Wels, am Wege von Traunegg nach Steinhaus. Im Wäldchen unter den Grafenbergerhäusern an der Strasse von Kremsmünster nach Wartberg, um Schlierbach, Steyr, Sirning, im Lambacher Walde zwischen dem alten Eisenbahnhofe und Wimsbach, bei Roitham, am Traunfalle, um Ischl, am Vieh- und Gaisberge bei Mondsee. Steigt auch in höhere Buchenbestände der Kalkvoralpen auf, z. B. bei Neustift, Windischgarsten, im Stoder, um Spital und im Salzkammergute."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 218), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 12.02.2026

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